Die größten Billboards in Europa
Die größten Billboards in Europa
Wichtige Erkenntnisse
Digital-Marketing-Kanäle umfassen Website, SEO, SEA, SEM, PPC, Social Media, E-Mail-Marketing, Content Marketing, Video, Display Advertising, Programmatic Advertising, Affiliate Marketing, Influencer Marketing, Mobile Marketing und Online-PR.
Jeder Kanal erfüllt eine eigene Rolle in der Customer Journey: Aufmerksamkeit aufbauen, Nachfrage abholen, Vertrauen schaffen, Nutzer erneut ansprechen, Leads generieren oder Verkäufe unterstützen.
Eine gute Digitalstrategie bedeutet nicht, überall präsent zu sein. Entscheidend ist, die richtigen Kanäle auszuwählen, sie sauber miteinander zu verbinden und ihren Beitrag zum Geschäftsergebnis zu messen.
Die größten Billboards in Europa sind mehr als nur Werbeflächen. Viele von ihnen sind Teil des Stadtbilds: digitale Screens an berühmten Plätzen, Riesenposter an Fassaden, LED-Flächen in Shoppingcentern, Megaposter an Verkehrsknotenpunkten oder großformatige DOOH-Standorte in Business-Distrikten.
Für deutsche Marken können solche Flächen besonders relevant sein, wenn sie eine Kampagne über Deutschland hinaus sichtbar machen wollen. Ein Screen in London, Madrid, Paris oder Berlin kann einen Produktlaunch, eine internationale Expansion, eine Luxuspositionierung oder eine aufmerksamkeitsstarke Social-Kampagne unterstützen.
Wichtig ist aber nicht nur die Größe. Entscheidend sind Standort, Umfeld, Zielgruppe, Sichtbarkeit, Creative und die Verbindung zu anderen Kanälen. Große Screens funktionieren am besten, wenn sie Teil einer Strategie aus Außenwerbung, digitaler Außenwerbung, internationaler Werbung, lokaler Werbung und starker Kreation sind.
In Deutschland wächst der OOH-Markt weiter. Ströer berichtete für das erste Halbjahr 2025 ein Wachstum von 7 Prozent im OOH-Media-Geschäft, während Digital OOH um mehr als 17 Prozent und Programmatic DOOH um 26 Prozent zulegte. Quelle: Ströer. Das zeigt, dass große digitale Werbeflächen auch im deutschen Markt immer stärker in Media- und Markenstrategien eingebunden werden.
Was versteht man unter einem großen Billboard?
Ein großes Billboard kann mehrere Formen haben. Es kann ein permanenter digitaler Screen sein, ein klassisches Großflächenplakat, ein Riesenposter an einer Fassade, ein temporäres Blow-up, ein LED-Screen in einem Einkaufszentrum oder ein digitaler Werbeträger an einer stark befahrenen Straße.
In Deutschland werden Begriffe wie Großfläche, Plakatwand, Riesenposter, Megaposter, City-Light-Board, DOOH-Screen und digitale Außenwerbung je nach Format und Standort unterschiedlich verwendet. Im internationalen Kontext wird häufig von Billboard, Digital Billboard, Landmark Screen oder Large-Format DOOH gesprochen.
Die reine Quadratmeterzahl ist nicht immer der wichtigste Faktor. Ein kleinerer Screen an einem ikonischen Ort kann mehr Markenwirkung erzeugen als eine größere Fläche in einem schwächeren Umfeld. Sichtbarkeit, Fußgängerfrequenz, Verkehr, Wiedererkennung und Social-Media-Potenzial sind oft genauso wichtig wie die physische Größe.
Die größten und bekanntesten Billboards in Europa
Piccadilly Lights, London
Piccadilly Lights ist einer der bekanntesten DOOH-Screens Europas. Der Screen befindet sich am Piccadilly Circus im Londoner West End und misst 783,5 m². Ocean Outdoor beschreibt die Fläche als Premium-Screen, der von bis zu sechs Marken gleichzeitig genutzt wird. Die Marken rotieren alle 90 Sekunden, zusätzlich gibt es längere Takeover-Momente alle 10 Minuten. Quelle: Ocean Outdoor.
Die Stärke von Piccadilly Lights liegt nicht nur in der Größe. Der Standort ist ein Symbol Londons und wird täglich von Touristen, Pendlern und Londonern fotografiert und gefilmt. Eine Kampagne dort kann deshalb über klassische OOH-Kontakte hinaus wirken. Sie kann in Social Media, PR, Case Studies und internen Markenmaterialien weiterleben.
Für deutsche Marken, die in den britischen Markt gehen oder eine internationale Kampagne sichtbar machen wollen, kann Piccadilly Lights ein starker Markenmoment sein. Das gilt besonders für Tech, Fashion, Beauty, Automotive, Entertainment, Luxus und Consumer Brands.
Edificio España, Madrid
Madrid war Schauplatz einer der größten Billboard-Aktionen Europas. Ford installierte 2018 für den EcoSport eine 5.265 m² große Werbefläche auf dem Edificio España. Ford berichtete damals, dass die Installation von Guinness World Records als größtes Billboard der Welt zertifiziert wurde und etwa der Fläche von 20 Tennisplätzen entsprach. Quelle: Ford Media.
Dieses Beispiel zeigt den Unterschied zwischen einem permanenten Digital Billboard und einer temporären Großinstallation. Piccadilly Lights ist ein fester DOOH-Screen. Die Ford-Kampagne in Madrid war ein temporäres Riesenposter, das vor allem als PR- und Launch-Moment gedacht war.
Für Marken ist die wichtigste Erkenntnis: Größe funktioniert nur, wenn die Idee stark genug ist. Eine riesige Fläche ohne klares Motiv bleibt teuer, aber nicht automatisch wirksam. Ein gutes Riesenposter braucht eine einfache Botschaft, starke visuelle Wirkung und einen klaren Grund, warum genau diese Größe genutzt wird.
Callao, Madrid
Die Plaza del Callao in Madrid gehört zu den sichtbarsten DOOH-Standorten Spaniens. Die Callao City Lights verfügen über zwei große digitale Screens mit 102 m² und 130 m². Der Betreiber beschreibt den Standort als eine der meistbesuchten Flächen Spaniens und als zentralen urbanen DOOH-Hotspot in Madrid. Quelle: Callao City Lights.
Callao eignet sich besonders für Entertainment, Kino, Mode, Tech, Retail, Tourismus und FMCG. Der Ort kombiniert Fußgängerfrequenz, Shopping, Kultur, Nachtleben und Tourismus in einem engen urbanen Raum.
Für deutsche Marken, die Spanien oder Südeuropa erschließen wollen, kann Callao ein relevanter Einstiegspunkt sein. Die Kampagne sollte aber lokal angepasst werden. Eine reine Übersetzung aus dem Deutschen reicht selten. Sprache, Humor, Bildwelt, Tempo und Call-to-Action müssen zum Markt passen.
La Défense, Paris
La Défense ist einer der wichtigsten Business-Distrikte Europas und ein relevanter Standort für Premium-OOH in Frankreich. Für B2B, Finance, Tech, Mobility, Luxus und Retail kann der Kontext besonders wertvoll sein, weil der Standort Arbeitnehmer, Entscheider, internationale Unternehmen, Pendler und Shopping-Publikum verbindet.
Ein Beispiel für großformatige digitale Werbung ist der New Digital Dream im Westfield Les 4 Temps. URW beschreibt den Standort als immersiven, interaktiven Indoor-Video-Screen in Europa. Cityz Media nennt einen zentralen gebogenen Screen von 7 x 12,5 Metern, ergänzt durch weitere runde Screens für eine 360-Grad-Wirkung und 3D-Inhalte. Quelle: URW, Quelle: Cityz Media.
Für deutsche Marken ist La Défense interessant, wenn Frankreich ein Zielmarkt ist oder wenn eine Kampagne Entscheider, urbane Berufstätige und Premium-Zielgruppen erreichen soll. Der Standort eignet sich weniger für allgemeine Massenkommunikation und stärker für klare Zielgruppen- und Markenpositionierung.
Potsdamer Platz und Alexanderplatz, Berlin
Deutschland hat ebenfalls starke großformatige OOH-Standorte. Berlin spielt dabei eine wichtige Rolle. Potsdamer Platz und Alexanderplatz gehören zu den bekanntesten urbanen Werbeumfeldern der Hauptstadt. WTM Außenwerbung beschreibt Riesenposter in Berlin mit Beispielen von 60 x 20 Metern, also 1.200 m², an Hotspots wie Potsdamer Platz oder Alexanderplatz. Quelle: WTM Außenwerbung.
Diese Formate werden in Deutschland oft als Riesenposter, Megaposter oder Blow-ups bezeichnet. Sie sind besonders stark, wenn Marken eine Kampagne im Stadtraum dominieren wollen: Produkteinführungen, Streaming-Launches, Automotive, Fashion, Kultur, Events, politische Kommunikation oder große Retail-Aktionen.
Berlin unterscheidet sich in der Wirkung von London oder Madrid. Der Markt ist kreativer, kultureller und oft stärker auf Haltung, Klarheit und Kontext ausgerichtet. Eine Kampagne am Potsdamer Platz oder Alexanderplatz sollte deshalb nicht nur groß sein. Sie muss zum Ort, zur Zielgruppe und zur Tonalität der Stadt passen.
Große Straßen- und Verkehrsknotenpunkt-Formate in Europa
Neben ikonischen Innenstadtflächen entwickeln sich große Billboards auch an Straßen, Autobahnen, Bahnhöfen, Flughäfen und Einkaufszentren. Diese Formate erreichen Pendler, Autofahrer, Reisende, Touristen und regionale Zielgruppen.
In Deutschland sind digitale Screens, Großflächen und Plakatnetze an Bahnhöfen, Straßen und ÖPNV-Umfeldern besonders relevant. Sie lassen sich gut mit Buswerbung, Straßenbahnwerbung, Bahnhofswerbung und anderen Transportmedien kombinieren.
Für europäische Kampagnen wird die Planung komplexer. Media Owner, technische Spezifikationen, Loop-Längen, Buchungszeiträume, Preise und Genehmigungsprozesse unterscheiden sich je nach Land. Deshalb braucht internationale OOH-Planung eine klare Media-Strategie, lokale Marktkenntnis und saubere kreative Adaption.
Warum große Billboards funktionieren
Große Billboards wirken, weil sie Reichweite, Sichtbarkeit und Wiedererkennung verbinden. Sie stehen an Orten, die Menschen kennen, fotografieren oder regelmäßig passieren. Eine Kampagne in Piccadilly, Callao, La Défense, Berlin oder an einem großen Verkehrsknotenpunkt erreicht nicht nur Augenpaare. Sie verknüpft die Marke mit einem konkreten Ort.
Die Wirkung steigt, wenn OOH mit anderen Kanälen verbunden wird. Eine Person sieht den Screen im Stadtraum, sucht später nach der Marke, sieht ein Video auf Social Media, klickt auf eine Search-Anzeige oder besucht die Website. Genau deshalb sollte großformatige Außenwerbung nicht isoliert geplant werden.
Unser Artikel über Außenwerbung erklärt, warum OOH besonders stark ist, wenn Standort, Format, Wiederholung und Creative zusammenpassen. Für die Budget- und Kanalplanung hilft außerdem ein Blick auf strategischen Medieneinkauf.
Wie erstellt man eine gute Kampagne für große Billboards?
Eine Kampagne auf einem großen Billboard muss schnell verständlich sein. Menschen laufen, fahren, sprechen miteinander oder schauen nur für wenige Sekunden hin. Der Text muss kurz sein, das Branding klar, das Motiv stark und die Botschaft sofort erkennbar.
Bei DOOH und 3D-Content sollte die Bewegung einen Zweck haben. Ein 3D-Effekt ist nur dann sinnvoll, wenn er Produkt, Story oder Markenidee verstärkt. Eine Tech-Marke kann Bewegung nutzen, um eine Funktion zu zeigen. Eine Luxusmarke kann Tiefe und Materialität betonen. Eine Retail-Kampagne braucht eher Klarheit und schnelle Wiedererkennung.
Große Flächen eignen sich auch für Content-Verlängerung. Ein gutes DOOH-Motiv kann gefilmt, in Social Media genutzt, in PR eingebunden und als Kampagnenmaterial weiterverwendet werden. Das macht den Standort nicht nur zu einem Media-Einkauf, sondern zu einem kreativen Asset.
Was sollte man vor der Buchung prüfen?
Vor der Buchung eines großen Screens oder Riesenposters sollten Marken mehrere Punkte klären: Standort, Sichtbarkeit, Blickwinkel, Frequenz, Laufzeit, Share of Voice, Loop-Länge, technische Spezifikationen, Animationsregeln, Deadlines, Reporting, Produktionskosten und lokale Genehmigungen.
Auch der Kontext ist wichtig. Eine sehr große Fläche ist nicht automatisch besser als eine kleinere, präziser platzierte. Für eine lokale Kampagne kann ein gut gewählter Standort in einem Stadtteil wertvoller sein als ein ikonischer Screen ohne Zielgruppenbezug. Für eine internationale Kampagne zählt dagegen, ob der Standort zur Marktstrategie und zur Markenpositionierung passt.
Kreation und Media sollten früh zusammen geplant werden. Ein Motiv für ein Riesenposter folgt anderen Regeln als ein Social-Video, eine Google-Ad oder eine TV-Kampagne. Hier kann eine Gestaltungsagentur helfen, Idee, Format und Lesbarkeit zusammenzubringen.
Expertenzitat
Ein großes Billboard macht eine Kampagne nicht automatisch groß. Entscheidend ist die Verbindung aus Standort, Zielgruppe und kreativer Idee. Die besten Großflächen sind sofort verständlich, sichtbar im Stadtraum und stark genug, um auch online weiterzuleben.Ricardo Seixas, Founder and CEO, One Day Agency
Warum mit einer Agentur wie One Day arbeiten?
Eine Kampagne auf großen Billboards in Europa erfordert mehr als die Buchung einer auffälligen Fläche. Marken müssen Standorte vergleichen, Media Owner koordinieren, Preise verhandeln, technische Spezifikationen einhalten, Creatives anpassen und die Kampagne mit weiteren Kanälen verbinden.
One Day unterstützt Marken bei Außenwerbung, digitaler Außenwerbung, internationaler Werbung, lokaler Werbung, Flughafenwerbung, Transportwerbung, VOD, TV, Radio, Paid Social und digitaler Mediaplanung. Mit One Day Mediaagentur Berlin können Unternehmen eine OOH-Kampagne von Standortauswahl und Kreation bis zu Medieneinkauf, Reporting und kanalübergreifender Aktivierung planen.
Quellen
Ocean Outdoor: Piccadilly Lights
Ford Media: Ford EcoSport und das größte Billboard der Welt
Callao City Lights: digitale Screens in Madrid
URW: New Digital Dream bei Westfield Les 4 Temps
Cityz Media: New Digital Dream in Paris La Défense
WTM Außenwerbung: Riesenposter in Berlin
Ströer: Außenwerbung und DOOH-Wachstum im ersten Halbjahr 2025
FAQ
Was ist das größte Billboard in Europa?
Das hängt von der Definition ab. Unter den permanenten digitalen Screens gehört Piccadilly Lights in London mit 783,5 m² zu den bekanntesten und größten Werbescreens Europas. Bei temporären Großinstallationen sticht die Ford-EcoSport-Kampagne am Edificio España in Madrid hervor, die 2018 eine Fläche von 5.265 m² erreichte.
Was ist der Unterschied zwischen einem Digital Billboard und einem Riesenposter?
Ein Digital Billboard ist ein elektronischer Screen, der Motive wechseln, animieren oder dynamisch ausspielen kann. Ein Riesenposter ist eine klassische gedruckte oder gespannte Großfläche, oft an einer Fassade. Beide können sehr sichtbar sein, erfüllen aber unterschiedliche Rollen in Planung, Produktion und Flexibilität.
Welche europäischen Städte sind für große Billboard-Kampagnen wichtig?
London, Madrid, Paris und Berlin gehören zu den wichtigsten Städten für großformatige OOH- und DOOH-Kampagnen. Je nach Zielmarkt können auch Mailand, Amsterdam, Barcelona, Hamburg, München, Wien oder Zürich relevant sein.
Sind große Billboards nur für internationale Marken sinnvoll?
Nein. Große Flächen können auch für nationale oder regionale Kampagnen sinnvoll sein, wenn Zielgruppe, Standort und Botschaft passen. Für lokale Kampagnen ist oft nicht die größte Fläche entscheidend, sondern die richtige Platzierung im Alltag der Zielgruppe.
Was kostet eine Kampagne auf einem großen Billboard?
Die Kosten hängen von Stadt, Standort, Format, Laufzeit, Saison, Share of Voice, Produktionsaufwand und Media Owner ab. Ikonische Screens sind deutlich teurer als Standardflächen, können aber mehr PR-Wirkung und Markenwert erzeugen.
Kann man 3D-Content auf großen Screens einsetzen?
Ja, aber nicht jeder Screen eignet sich dafür. Für 3D- oder anamorphische Motive müssen Blickwinkel, Format, Auflösung, Standort und technische Spezifikationen passen. Der Effekt sollte die Markenidee unterstützen und nicht nur als Aufmerksamkeitstrick eingesetzt werden.
Wie misst man eine Kampagne auf großen Billboards?
Messbar sind geschätzte Reichweite, Frequenz, Standortkontakte, Website-Traffic, Marken-Suchvolumen, Social Mentions, QR-Scans, Store Visits, regionale Verkäufe, Brand-Lift-Studien und PR-Effekte. Bei DOOH können zusätzlich Ausspielungsdaten und programmatische Reports einbezogen werden.