Wann ist es Zeit für eine Agentur, statt alles intern zu erledigen?
Wann ist es Zeit für eine Agentur, statt alles intern zu erledigen?
Die wichtigsten Erkenntnisse
Holen Sie sich Unterstützung, wenn fehlende Kapazitäten oder Fachkenntnisse wichtige Projekte immer wieder verzögern.
Übergeben Sie einen klar definierten Verantwortungsbereich mit eindeutigen Entscheidungswegen und Erfolgskriterien statt einer unsortierten Aufgabenliste.
Vergleichen Sie die gesamten Kosten für Personalgewinnung, Einarbeitung und Projektsteuerung, bevor Sie sich für eine Agentur entscheiden.
Es ist Zeit, über eine Agentur nachzudenken, wenn die Anforderungen Ihres Unternehmens dauerhaft über das hinausgehen, was Ihr Team gut leisten kann. Vielleicht möchten Sie einen bislang unbekannten Kanal erschließen, schwache Kampagnenergebnisse verbessern oder einem überlasteten Team den Freiraum geben, über die Termine der nächsten Woche hinauszuplanen.
Dafür müssen Sie nicht gleich das gesamte Marketing auslagern. One Day Agency kann Sie mit Mediaplanung und Mediaeinkauf sowie Kreativleistungen gezielt unterstützen, während Ihr internes Team die Verantwortung für die Marke und die Unternehmensprioritäten behält. Entscheidend ist, wo externe Expertise einen spürbaren Unterschied machen würde.
Welche Anzeichen sprechen dafür, dass Ihr Team Unterstützung braucht?
Eine arbeitsreiche Woche ist normal. Ein dauerhafter Rückstau, der sinnvolle Arbeit verhindert, ist ein anderes Problem. Schauen Sie sich die letzten Kampagnen an und suchen Sie nach wiederkehrenden Folgen, statt nur danach zu gehen, wie überlastet sich alle fühlen.
Kampagnen starten zu spät, weil alltägliche Anfragen Vorrang vor geplanten Aufgaben bekommen.
Eine Person betreut einen spezialisierten Kanal ohne erfahrene Vertretung oder fachlichen Austausch.
Das Reporting beschreibt die Aktivitäten, aber niemand hat Zeit zu untersuchen, was sich ändern sollte.
Werbemittel werden immer wieder an neue Formate angepasst, ohne neue Botschaften zu testen oder schwache Ergebnisse anzugehen.
Erfahrene Marketingverantwortliche verbringen den Großteil ihrer Woche damit, die Umsetzung zu organisieren, statt geschäftliche Entscheidungen zu treffen.
Solche Muster deuten auf fehlende Kapazitäten, fehlende Kompetenzen oder Probleme in der Arbeitsorganisation hin. Unterscheiden Sie diese Ursachen, bevor Sie Dienstleister ansprechen. Zusätzliche Unterstützung kann einen Produktionsrückstand abbauen. Sie klärt aber nicht automatisch ein unscharfes Nutzenversprechen oder korrigiert eine Kampagne, die die falschen Menschen erreicht.
Auch die wachsende Bandbreite an Marketingkompetenzen macht es unrealistisch, von Generalisten dieselbe Sicherheit in Datenanalyse, Kreation und spezialisierten Medien zu erwarten. Bestimmen Sie zunächst, welche Expertise das Unternehmen braucht. Entscheiden Sie dann, ob Sie diese intern aufbauen oder extern hinzuholen.
Klären Sie Freigaben, bevor Sie zusätzliche Kapazitäten schaffen
Wenn jede Anzeige durch sechs Hände geht und alle etwas anderes wollen, übernimmt die Agentur dieses Problem gleich mit. Mehr Produktionskapazität kann dann lediglich die Warteschlange unfertiger Projekte verlängern.
Legen Sie fest, wer das Briefing schreibt, wer die Fakten prüft und wer die endgültige Entscheidung trifft. Feedback sollte erläutern, ob die Arbeit das Briefing erfüllt, statt die persönlichen Vorlieben aller Beteiligten zusammenzutragen.
In einer weltweiten Befragung von Marketingfachleuten, Agenturen und internen Teams aus dem Jahr 2025 sagten nur 10 % der Befragten, dass Ideen immer anhand klar definierter Kriterien bewertet würden. Einigen Sie sich auf die Bewertung der Kreation, bevor Sie weitere Ideen beauftragen.
Wenn Sie eine Agentur briefen, nennen Sie das geschäftliche Problem, die Zielgruppe, vorhandene Erkenntnisse und praktische Einschränkungen. “Machen Sie uns sichtbarer“ lässt dem ausführenden Team noch zu viel Raum für Vermutungen.
Welche Aufgaben sollten intern bleiben?
Behalten Sie eine klar verantwortliche Person im Unternehmen, die für Prioritäten, Budgets und endgültige Freigaben zuständig ist. Auch das Kundenwissen sollte intern zugänglich bleiben, selbst wenn eine Agentur dabei hilft, es zu erheben oder auszuwerten.
Auslagern lassen sich insbesondere Aufgaben, die Fachwissen erfordern, stark im Umfang schwanken oder von Erfahrungen mit verschiedenen Werbekunden profitieren. So kann das Management von Suchanzeigen mehr Erfahrung mit Kontostruktur und Erfolgsmessung verlangen, als das aktuelle Team mitbringt. Bei Paid Social müssen Mediaentscheidungen und Kreativtests möglicherweise enger aufeinander abgestimmt werden.
Stellen Sie sich ein internes Team vor, das seine Kunden gut kennt, für einen Produktlaunch aber nicht genügend Anzeigenvarianten produzieren kann. Ein klar abgegrenzter Kreativauftrag könnte das unmittelbare Problem lösen. Werden dafür auch neue Zielgruppen, Landingpages und Budgetentscheidungen benötigt, ist eine umfassendere Kampagnenverantwortung sinnvoller.
Die Aufgabenverteilung sollte sich danach richten, welche Arbeiten voneinander abhängen. Jede Kleinigkeit an einen anderen Dienstleister zu vergeben, kann intern mehr Koordination verursachen als zuvor. Das ist ein Grund, eine integrierte Agentur in Betracht zu ziehen, wenn Kreation und Media gemeinsam entschieden werden müssen.
Ist eine Agentur wirtschaftlicher als eine weitere Einstellung?
Vergleichen Sie gleichwertige Verantwortungsbereiche. Ein Agenturangebot, das Strategie, Produktion und Mediamanagement umfasst, lässt sich nicht fair mit einem einzelnen Gehalt vergleichen, das diese zusätzlichen Kompetenzen nicht abdeckt.
Berücksichtigen Sie bei einer Einstellung die Personalgewinnung, Arbeitgeberanteile, Software, Weiterbildung und Führungszeit. Trennen Sie beim Agenturangebot die Honorare von Mediabudget, Produktionskosten und möglichen Fremdkosten. Prüfen Sie, was bei Änderungen des Leistungsumfangs passiert.
Der Druck auf die Budgets macht diesen Vergleich besonders wichtig. 2025 fehlte 59 % der befragten Marketingchefs das nötige Budget, um ihre Strategie umzusetzen. Die Befragten vertraten überwiegend große Unternehmen. Die Ergebnisse liefern daher einen allgemeinen Kontext und keinen Budgetmaßstab für jedes Unternehmen in Deutschland.
Eine Festanstellung ist sinnvoll, wenn dauerhaft genügend Arbeit für eine klar definierte Rolle vorhanden ist und das Unternehmen die Person entwickeln kann. Eine Agentur wird interessanter, wenn der Bedarf mehrere Disziplinen umfasst oder sich im Jahresverlauf deutlich verändert. Für eine begrenzte Aufgabe kann ein Freelancer passen, sofern intern ein gutes Briefing und eine fachkundige Abnahme sichergestellt sind.
Beginnen Sie mit einem Leistungsumfang, den Sie bewerten können
Definieren Sie einen ersten Auftrag anhand eines konkreten Unternehmensbedarfs. Halten Sie die Ausgangslage fest und vereinbaren Sie, woran eine Verbesserung erkennbar sein soll. Je nach Aufgabe können das kürzere Produktionszeiten, wirksamere Werbemittel oder besser qualifizierte Anfragen sein.
Dass die Branche zunehmend auf messbaren strategischen Mehrwert schaut, unterstreicht, warum der Beitrag einer Agentur nicht allein an der Menge ihrer Ergebnisse gemessen werden sollte. Mehr Anzeigen sind nur dann wertvoll, wenn sie das Problem lösen, für das Sie die Agentur beauftragt haben.
Dokumentieren Sie, wem die Konten gehören, wer welche Zugriffsrechte hat, wer das Reporting übernimmt und wie eine Übergabe abläuft. Vereinbaren Sie einen Auswertungstermin, der genug Zeit für eine Wirkung lässt. Fehlt vor allem Wissen, können gezielte Marketing-Workshops zunächst die bessere Investition sein als eine laufende externe Betreuung.
Wie One Day Agency helfen kann
Zeigen Sie One Day, welche Aufgaben feststecken, welche Ergebnisse Sie brauchen und was Ihr Team realistisch leisten kann. Daraus entwickeln wir einen praktikablen Leistungsumfang für Kreation, Media und Digital mit klaren Verantwortlichkeiten auf beiden Seiten.
Der Einstieg kann eine Kampagne, ein spezialisierter Kanal oder eine Prüfung des Zusammenspiels Ihrer bisherigen Maßnahmen sein. Die Zusammenarbeit sollte Ihrem Team klarere Entscheidungen und mehr Freiraum für seine eigene Arbeit ermöglichen.
“Externe Unterstützung lohnt sich, wenn sie eine Hürde beseitigt, die Ihr Team aus eigener Kraft nicht sinnvoll überwinden kann.“ - Ricardo Seixas, CEO, One Day Agency
Quellen
CIM: Die fünf größten Marketingherausforderungen 2025
IPA: Ergebnisse des BetterIdeas Project, 2025
Gartner: CMO Spend Survey 2025
IPA: Jahresrückblick 2025, veröffentlicht im Mai 2026
FAQ
Wie groß sollte ein Unternehmen sein, bevor es eine Agentur beauftragt?
Eine Mindestgröße gibt es nicht. Entscheidend ist, ob die Aufgabe externe Expertise erfordert und ob das Budget sowohl die Umsetzung als auch eine sinnvoll dimensionierte Kampagne finanzieren kann.
Kann eine Agentur ein bestehendes Marketingteam ergänzen?
Ja. Benennen Sie intern eine verantwortliche Person und vereinbaren Sie, wer Strategie, Umsetzung und Freigaben übernimmt. Gemeinsamer Zugriff auf relevante Informationen verhindert doppelte Arbeit.
Sollten wir mit einem Projekt oder einer laufenden Betreuung beginnen?
Wählen Sie ein Projekt, wenn Ergebnis und Abschluss klar definiert sind. Eine laufende Betreuung eignet sich eher für wiederkehrende Aufgaben, die kontinuierliche Entscheidungen und Optimierungen erfordern.
Woran sollten wir eine Agentur messen?
Nutzen Sie die im Briefing vereinbarten Kriterien und bewerten Sie außerdem die Qualität der Arbeit und der Zusammenarbeit. Unterscheiden Sie geschäftliche Ergebnisse von reinen Aktivitätszahlen und berücksichtigen Sie den Kaufzyklus der Kampagne.