Bevor Sie Ihr Black-Friday-Budget erhöhen, beseitigen Sie Hürden beim Kauf

Bevor Sie Ihr Black-Friday-Budget erhöhen, beseitigen Sie Hürden beim Kauf

Bevor Sie Ihr Black-Friday-Budget erhöhen, beseitigen Sie Hürden beim Kauf 

Die wichtigsten Erkenntnisse 

  • Prüfen Sie den Kaufprozess, bevor Sie das Werbebudget erhöhen. Mehr Besucher treffen auch auf alle Schwachstellen im Warenkorb und Checkout. 

  • Zeigen Sie Kosten und Lieferoptionen frühzeitig. Kundinnen und Kunden sollten das Angebot beurteilen können, bevor sie bezahlen. 

  • Halten Sie das Versprechen der Aktion ein. Rabatte, Verfügbarkeit und Abholung müssen im Shop so klar sein wie in der Anzeige. 


Das Marketingprogramm für Black Friday kennen wir inzwischen: früher anfangen, Zielgruppen auf Angebote vorbereiten, Remarketing automatisieren und in der heißen Phase das Budget hochfahren. 

Doch wenn jemand kaufbereit ist, zählt vor allem eine andere Frage: Kann die Person den Kauf abschließen, ohne unterwegs ins Stocken zu geraten? 

Erst im letzten Schritt tauchen Versandkosten auf. Für den Rabatt braucht es einen Code, der nirgends zu finden ist. Die gewünschte Größe ist ausverkauft. Vor dem Bezahlen muss ein Konto erstellt werden. Die Werbung hat die Kundschaft bis hierhin gebracht, doch der Shop liefert einen Grund zum Abspringen. 

Das betrifft auch deutsche Händler. Laut dem E-Commerce Trends Report 2025 von DHL würden 85 % der Befragten in Deutschland einen Kauf abbrechen, wenn ihre bevorzugte Lieferoption fehlt. 

Der vermeintliche Impulskauf wurde womöglich wochenlang geplant 

In der Verkaufsstatistik sieht eine Black-Friday-Bestellung oft spontan aus. Für die Kundschaft kann sie das Ergebnis wochenlanger Preisvergleiche und der Suche nach dem passenden Angebot sein. 

Eine idealo-Umfrage zum Black Friday 2025 zeigt, dass sich viele Menschen in Deutschland auf ihre Käufe vorbereiten. Die idealo-Preisanalyse zeigt zugleich, warum ein klarer, glaubwürdiger Endpreis zählt: Nicht jeder große Rabatt auf dem Preisschild bedeutet eine entsprechend große Ersparnis gegenüber dem Vormonat. Preis und Kaufprozess müssen einer genaueren Prüfung standhalten. 

Black Friday: Kaufhürden mit zehn Punkten prüfen 

Bevor Sie mehr Geld in Anzeigen stecken, kaufen Sie testweise selbst auf dem Smartphone ein. Prüfen Sie gefragte Artikel, unterschiedliche Warenkorbwerte und alle angekündigten Lieferarten. 

1. Den voraussichtlichen Gesamtpreis früh anzeigen 

Zeigen Sie Produktpreis, Rabatt und voraussichtliche Versandkosten bereits auf der Produktseite und im Warenkorb. Hängen die Versandkosten von der Postleitzahl ab, sollte sich der genaue Betrag unkompliziert berechnen lassen. 

2. Prüfen, ob sich günstigere Lieferung rechnet 

Kostenloser Versand passt nicht zu jeder Bestellung. Testen Sie einen Mindestbestellwert oder einen teilweisen Zuschuss, wenn die Marge es erlaubt. Vergleichen Sie die Kosten damit, was Sie sonst für die Rückgewinnung abgesprungener Käufer ausgeben würden. 

Entscheidend ist der Gewinn pro Besucher nach Versand und Abwicklung, nicht allein die Conversion-Rate oder der durchschnittliche Bestellwert. 

3. Einen konkreten Liefertermin nennen 

„Standardversand“ beantwortet nicht die Frage, wann die Bestellung ankommt. Nennen Sie ein voraussichtliches Zustelldatum und machen Sie die Optionen klar, einschließlich Abholung, sofern sie angeboten wird. 

Wie wichtig diese Wahl ist, zeigt die DHL-Befragung für Deutschland: Fehlt die bevorzugte Lieferoption, würden 85 % der Befragten den Kauf abbrechen. 

4. Aktionsrabatte automatisch abziehen 

Gilt ein Black-Friday-Angebot für einen Artikel, sollte die Ersparnis ohne Suche nach einem Gutscheincode sichtbar sein. Zeigen Sie den bisherigen Preis, den Angebotspreis und die Endsumme verständlich an. 

5. Verfügbarkeit vor dem Checkout zeigen 

Verfügbare Größen und Farben sollten sofort erkennbar sein. Bei Click & Collect muss sich der Bestand in der ausgewählten Filiale schon vor dem Checkout prüfen lassen. Stimmen Sie Produktanzeigen möglichst mit dem tatsächlichen Bestand ab. 

6. Entscheidende Informationen ans Produkt stellen 

Größentabellen, Kundenfotos, Geschenkoptionen und Rückgabebedingungen gehören dorthin, wo die Kaufentscheidung fällt. Für eine einfache Antwort sollte niemand die Produktseite verlassen müssen. 

7. Gastbestellung gut sichtbar anbieten 

Ermöglichen Sie den Kauf ohne Pflichtkonto und machen Sie diese Option leicht auffindbar. Bieten Sie eine Mitgliedschaft für schnellere Lieferung an, sollte der Beitritt freiwillig sein und der Vorteil für die aktuelle Bestellung klar werden. 

8. Zahlarten und Fehlermeldungen testen 

Bieten Sie die Zahlarten an, die Ihre Kundschaft verwendet. Testen Sie auch, was bei einer fehlgeschlagenen Zahlung passiert: Ist das Problem verständlich und lässt sich der Versuch wiederholen, ohne alle Angaben erneut einzugeben? 

9. Unnötige Formularfelder entfernen 

Fragen Sie nur Daten ab, die Sie zur Abwicklung brauchen. Adresssuche und automatisches Ausfüllen sparen besonders auf dem Smartphone Zeit. 

10. Abholung auch vor Ort einfach machen 

Prüfen Sie, ob Filialbestände stimmen, Abholzeiten realistisch sind und die Beschilderung zur richtigen Stelle führt. Auch die Schlange am Abholschalter muss zum Online-Versprechen passen. 

Wie One Day Agency helfen kann 

Bei One Day Agency betrachten wir digitale Werbung zusammen mit dem Kaufprozess, zu dem sie führt. Bevor wir mehr Budget empfehlen, prüfen wir, was nach dem Klick passiert: Ist das Angebot verständlich, der Artikel verfügbar und die Bestellung leicht abzuschließen? 

“Wir planen Kampagnen danach, wie Menschen tatsächlich einkaufen.Der Black-Friday-Impuls ist oft nur der kurze Moment, in dem aus einer lange erwogenen Anschaffung ein Kauf wird. Machen Sie diesen Moment so einfach wie möglich.” - Ricardo Seixas, CEO, One Day Agency

Quellen 

DHL: E-Commerce Trends Report 2025 

idealo: Umfrage zum Black Friday 2025 

idealo: Preisstudie zum Black Friday 2025 

Sendcloud: E-Commerce Lieferkompass 2026 

FAQ

Was sind Kaufhürden im Onlinehandel? 

Kaufhürden sind alle Hindernisse, die einen Abschluss erschweren: überraschende Versandkosten, unklare Verfügbarkeit, zu viele Formularfelder oder eine Fehlermeldung ohne Lösungshinweis. 

Sollten Händler am Black Friday kostenlosen Versand anbieten? 

Das hängt von Marge, Warenkorbwert und Versandkosten ab. Testen Sie kostenlose oder teilweise bezuschusste Lieferung und messen Sie den Gewinn pro Besucher nach Versand und Abwicklung. Eine höhere Conversion-Rate allein reicht als Entscheidungsgrundlage nicht aus. 

Wann sollte der Checkout für Black Friday geprüft werden? 

Vor der Erhöhung des Kampagnenbudgets und erneut, sobald die Angebote live sind. Testen Sie den gesamten Weg auf dem Smartphone: von der Anzeige über Rabatt und Lieferung bis zur Zahlung und Bestellbestätigung. 



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